LINGGA UND YONI

Das sockelartige, wuerfelfoermige Unterteil mit geschwungenem Vorsprung, der mit einer rinne verstehen ist, weist in der Mitte die Darstellung einer Lotusbluete auf. Ein viereckiger Einschnott im Goldblech dient zum Einspassen des zylinderfoermigen, oben nach aussen gerundeten Aufsatzes, der aus einem doppelten Lotuskissen auf sterbt und Gravuren aufweist. Basis und Oberkante des Sockels tragen an den Aussenkanten eine reliefierte Verzierung aus Lotusbluetenblaettern. Die eingezogene Mitte umgibt ein Zierstreifen aus achtblaettrigen Rosetten, abgeteilt ein Ornament aus einem Gefaess mit Untersatz zwischen zwei Sauelen.

Dieses kleine goldene Kultobjenkt stellt lingga und yoni dar, das stilisierte phallische Symbol des Gottes Shiwa und das Sinnbild der Parwati, der Patnerin des Shiwa. Lingga und yoni sind auch Symbol der maennlichen und weiblichen Elemente. Der tantrische Shiwaismus glaubt an die Vorstellung, dass die Vereinigung der beiden Elemente das Universum erschafft. Die Verehrung Shiwas in der Form gruendet wohl in einem Phalluskult um nateuliche Steinmale, die als Urbild kosmischer Zeugungskraft galten.

Viele Shiwa-Tempel in Ost- und Wst-Java haben als Haupstatue der Verehrung lingga und yoni anstelle von Shiwa und Parwati. In den Tempeln ist die Abflussrinne der yoni immer nach Norden gerichtet, vermutlich aufgrund der Tatsache, dass Durga (eine andere Personifizierung von Shiwa Gattin) die noerdliche Hemisphaere beherrscht. ***

Von: Versunkene koenigreiche Indonesien, seite Katalognummer 131.; Mainz: von Zabern, 1995.

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